IndustrialBoard

Facts & Figures

Name des Unternehmens: IndustrialBoard GmbH
Gründungsjahr:HR-Eintrag Ende 2011, going live im März 2014
Gründer:Silvan Flury, Peter Daetwyler, Stephan Gemke
Branche:Online-Marktplatz für die Industrie
Anzahl Mitarbeiter:2 - 10
Website:www.industrialboard.ch

1.    Die Geschäftsidee:
Vereinfacht gesagt, ein industrielles eBay bzw. Amazon. Wir begannen Restbestände verschiedener Baugruppen aus den Lagern von Maschinenbauern in der Nordwestschweiz zu verkaufen, denn die können ja noch anderweitig genutzt werden. Schon zur Prototypenphase haben wir innerhalb Schweiz, Europa und bis nach Südkorea verkauft. Jetzt wollen wir zudem technischen Händlern eine Online-Shop-Infrastruktur zur Verfügung stellen. Das klingt jetzt zwar gross, aber insgesamt gesehen sind wir noch klein, nur eben sehr vielversprechend unterwegs. Wir wachsen in allen Belangen, nur die Stornierungsquote stagniert weiter – bei 1%.

2.    Das Beste an der Selbstständigkeit:
Selbstwirksamkeit und somit die unmittelbare Konsequenz aus dem eigenen Handeln erfahren und anzupassen. Es ist ein Top oder Flop Business und sich trotz aller Widrigkeiten darauf einzulassen und es möglicherweise zu bestehen, bereitet mir Freude. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache und sollte daher auch nicht von jedem gemacht werden. Wer ähnlich herausfordernd, aber ohne unternehmerisches/finanzielles Risiko unterwegs sein will, dem kann ich Rocket Internet o.ä. herzlich empfehlen.

3.    Die wertvollste Erfahrung:
«The only easy day was yesterday.» Dieser Spruch von den Navy Seals trifft es sehr gut.

4.    Die grösste Herausforderung:
Unsere heterogene Zielgruppe. Weil sich die Verantwortlichkeiten sowie die Online-Kompetenz von Betrieb zu Betrieb sehr unterscheiden, brauchten wir einige Zeit, um den richtigen Dreh zu finden. Sobald wir aber in Kontakt stehen, ist der Geschäftsabschluss nicht mehr weit. Denn nebst den einzelnen Vorteilen ggü. anderen Marktplätzen oder ein eigenes Shop-System stehen wir für Glaubwürdigkeit. Wir haben uns aus der Industrie und für die Industrie gegründet.

5.    Ein Tipp für künftige Gründer:
Ein Tipp allein wäre schwierig, da ich drei hätte:

  1. Die Prioritäten richtig setzen und alles und jeden reflektieren.
  2. Die richtigen Investoren auswählen bzw. sich den richtigen vorstellen. Seitdem Start-ups so hip sind, tummeln sich viele schwarze Schafe – gerade im Early Stage.
  3. Seine Zeit ausschliesslich dem Unternehmen widmen und weniger Businessplan-Wettbewerbe oder Pitch-Events. Stattdessen MVPs bauen und regelmässig zur Attacke blasen.


6.    Dafür bin ich der HSG dankbar:
Vor allem für die Zulassung und Unterstützung diverser studentischen Initiativen, wie START, dem YEC und dem VC/PE-Club. Hieraus war, ist und wird viel unternehmerisches Denken und Handeln gelebt, gefördert und weitergegeben. Selbiges gilt für jene Professoren, die sich schon lange mit Entrepreneurship & Innovation befassen (auch in der Praxis), z.B. die Herren Fueglistaller, Gassmann, Fleisch, Volery, Bieger und weitere. Nicht zu vergessen das IWI-HSG mit seiner design-orientierten Forschung.

7.    Ziele für das aktuelle Jahr:

Das es noch besser als das letzte wird.