OnlineDoctor

Interview mit Tobias Wolf und Philipp Wustrow, Online Doctor

Warum, denkst du, bist du zum Gründer geworden?
Tobias: Als Gründer hat man das Privileg und die Freiheit, eigene Ideen und Visionen umzusetzen. Mich hat dieser Gedanke schon immer begeistert. Wichtig waren für mich auch Vorbilder, welche bei mir die Lust nach unternehmerischen Aufgaben geweckt haben.

Was motiviert dich im Alltag, dein Unternehmen zu leiten und vorwärts zu bringen?
Tobias: Mich motivieren die täglichen neuen Herausforderungen gemeinsam im Team zu meistern, die hohe Dynamik und die Möglichkeit, ständig etwas Neues zu lernen.

Was hat die HSG-Studienzeit dazu beigetragen, dass du gegründet hast?

Tobias: Die HSG-Studienzeit hat mich auf eine verantwortungsvolle und eigenständige Tätigkeit vorbereitet. Dazu haben insbesondere auch Engagements und Initiativen nebst dem Vorlesungssaal beigetragen. So bspw.: Das St.Gallen Symposium (ISC), der Industrial Club, diverse Praktika und vieles mehr.

Womit könnte die HSG dazu beitragen, dass der Gründergeist noch mehr Studierende erfasst?
Tobias: Initiativen wie Startup@HSG, START Summit, Coaching-Angebote, Infrastruktur und die Unterstützung durch Professoren und HSG Alumni sind bereits vorhanden. Die HSG bietet schon heute die besten Möglichkeiten für Studierende, die Umsetzung der eigenen Geschäftsidee zu verwirklichen.

Was war unternehmerisch deine schwierigste Erfahrung, was deine schönste?
Tobias: Die schönste Erfahrung: Die Einstellung unseres ersten Teammitgliedes. Die schwierigste und gleichzeitig lehrreichste Erfahrung: Aufbau eines interdisziplinären Teams.

Wieviele Pitches musstest du bestehen? Und wie viele waren erfolgreich?

Philipp: Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Es waren sicherlich bereits mehrere Dutzend Pitches. Fast wöchentlich pitchen wir vor potentiellen strategischen Partnern oder Investoren. Das Leben als Gründer ist ein einziger Pitch.

Im Rückblick: Was würdest du heute anders machen?
Philipp: Rückblickend erkenne ich den Wert bewusst genommener Aus- und Erholungszeiten. Insbesondere in den ersten 12 Monaten der Gründung gibt es kaum ein Wochenende, an dem man nicht für das Startup arbeitet. Dies hat uns auch viel Spass bereitet, aber der ein oder andere Skitag mehr hätte auch nicht geschadet.

Begleitest du heute andere Gründer(innen) als Mentor, Coach oder Business Angel? Warum?
Philipp: Wir teilen unsere Erfahrungen regelmässig mit anderen Startups und insb. Spin-Offs der HSG. Hierbei nimmt man ab und zu sicher auch eine Art Coachingfunktion ein. Dies geschieht jedoch meist unbewusst und nicht formell in der Rolle eines Mentors oder Coaches. Langfristig könnte ich mir solch eine Rolle aber durchaus vorstellen. Es ist einfach spannend ein Startup in den verschiedenen Phasen zu begleiten.

Was gibst du heutigen Studierenden mit auf dem Weg?
Philipp: Es ist kein Zufall, dass immer mehr aktive oder ehemalige Studierende der HSG erfolgreich ein Startup gründen. Wenn man sich im Studium entsprechend fokussiert, bietet einem dieses ein ausgezeichnetes Instrumentarium zum Aufbau eines Startups. Diese Chance sollte man erkennen und nutzen! Wertvolle Erfahrungen sammelt man in jedem Fall im Gründungsprozess.

Beschreibe dein Startup in zwei Sätzen: was macht es besonders?
Philipp: Mit OnlineDoctor macht Telemedizin endlich Spass für alle Beteiligten. Die Einfachheit von OnlineDoctor ist die Antwort auf die Komplexität des Gesundheitswesens.