Alumni helfen Alumni

Innovative Projekte aus der HSG-Alumni-Community

Zahlreiche Alumni der HSG engagieren sich in dieser ausserordentlichen Zeit, um den Menschen und somit auch anderen Alumni konkrete Hilfestellungen zu bieten. Sie begleiten Projekte, meist ehrenamtlich, oder entwickeln neue Businessansätze für ihr Unternehmen. Auf dieser Seite stellen wir innovative Beispiele vor und möchten so unseren Alumni danken, die einen solchen Einsatz leisten.

Laedelishop.ch – Tobias Bischoff, #classof2007

HSG-Alumnus Tobias Bischoff betreibt mit weiteren Freiwilligen die Plattform Laedelishop.ch, um den wegen der Corona-Krise nun geschlossenen «Lädeli» zu helfen. Bereits drei Wochen nach der Gründung konnte die Online-Plattform mehr als 120 Geschäften die Möglichkeit bieten, ihre Produkte weiter an Kunden in der ganzen Schweiz zu verkaufen. Das Aufschalten ist für alle Lädeli gratis, vom Umsatz geht 15% an den Laedelishop, um Server und Unterhalt zu bezahlen.

«Nur im Team zusammen konnten wir den Laedelishop in so kurzer Zeit realisieren. Nur zusammen gewinnt das Schweizer Kleingewerbe im Internet an Visibilität und erhält einen effizienten Kanal, um zumindest einen kleinen Teil des gegenwärtigen Umsatzeinbruchs zu kompensieren. Mit meinen Möglichkeiten anderen helfen zu können, ist in diesem Umfeld Motivation genug.» Tobias Bischoff

> Laedelishop.ch


#zämefüralli – Nicole Herzog, #classof1998

HSG-Alumna Nicole Herzog hat Ende März zusammen mit der Stiftung «I care for you» eine Spendenaktion initiiert. Das Projekt will mit einer gross angelegten Crowdfunding-Aktion bei Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen Geld sammeln, um Privatpersonen unkompliziert und schnell zu unterstützen. Einzelpersonen und Familien, die wegen den einschneidenden, staatlichen Massnahmen im Kampf gegen Covid-19 unmittelbar ohne Einkommen dastehen, sollen Geld erhalten. Die Aktion ist sehr erfolgreich: Fast 1.3 Mio. Schweizer Franken wurden gespendet und bereits 400'000 Franken an Betroffene, die wegen den staatlichen Massnahmen in wirtschaftliche Not geraten sind, ausgeschüttet (Stand 16. April 2020).

«Ich hatte viel Glück in meinem Leben und ich empfinde es als Privileg, helfen zu können – vor allem in diesen Zeiten.» Nicole Herzog

> icareforyou.ch/zaemefueralli


Surpbox – Marcial Bollinger, #classof2007

Wegen der Coronakrise ist der Umsatz bei surp.travel – einem Anbieter von Überraschungsreisen – praktisch bei null. Mitgründer Marcial Bollinger und sein Team haben das Überraschungskonzept daher umgekehrt und bringen die Überraschung nun zu den Leuten nach Hause. Mit Produkten von lokalen Lädeli und Manfuakturen, die ebenfalls von der Krise betroffen sind, stellen sie Boxen zu verschiedenen Themen zusammen und senden diese zu Herrn und Frau Schweizer nach Hause. Das Projekt nennt sich Surpbox und inzwischen wurden 600 Boxen mit einem Warenwert von über CHF 20'000 verschickt (Stand 23. April 2020).

«Mit der Surpbox erreichen wir gleich drei Ziele: erstens Lädeli und Manufakturen während dem Lockdown unterstützen, zweitens den Menschen zu Hause eine Freude bereiten und drittens für unser Reise-Startup in der Krise trotzdem etwas Umsatz generieren.» Marcial Bollinger

> surpbox.ch


Mitenand – Niklas Jabs, #classof2010

HSG-Alumnus Niklas Jabs ist einer der Initianten der gemeinnützigen Initiative «Mitenand». Mit dieser soll kleinen Geschäften geholfen werden, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Über die Mitenand-Website können Konsumenten Gutscheine ihrer Lieblingsgeschäfte erwerben und nach Wiedereröffnung einlösen. «Mitenand» stellt die dafür benötigte Infrastruktur kostenlos zur Verfügung und ermöglicht somit, dass Kunden ihre Lieblingsgeschäfte einfach und bequem unterstützen können. Zudem besteht das Gründungsteam aus Business-Experten, die den Geschäften ihre Beratung und Unterstützung kostenlos anbieten. Nicht nur jetzt, sondern auch später. Momentan nehmen über 130 Geschäfte diese wertvolle Hilfe in Anspruch (Stand 22. April 2020).

«Wir haben ‹Mitenand› ins Leben gerufen, um Jenen zu helfen, die uns seit Jahren mit ihrer Arbeit ein angenehmes Leben ermöglichen und begeistern. Jetzt sind wir gefragt, unseren Lieblingsgeschäften in Not zu helfen. Denn wir sind überzeugt: Nur gemeinsam können wir diese Krise meistern.» Niklas Jabs

> mitenand.me


GotCourts – Diego Seitz, #classof2002

Um die vom Bundesamt für Gesundheit geforderte Traceability sicherzustellen, brauchen Tennisanlagen ein digitales Reservationssystem. HSG-Alumnus Diego Seitz unterstützt mit dem Startup «GotCourts», das von HSGlern gegründet und geführt wird, die Tennisgemeinschaft in der Schweiz, um möglichst rasch zur Normalität zurückzukehren. Dank der langjährigen Erfahrung bei der digitalen Aufrüstung von Tennisanlagen können die Platzreservationsvorgaben von Swiss Tennis und dem BAG für einen sicheren Betrieb innerhalb kürzester Zeit realisiert werden. Für Clubs, die noch nicht über das Reservationssystem verfügen, hat GotCourts mit Swiss Tennis ein Angebot erarbeitet, um das System bis Ende Juni kostenlos zu nutzen. Kostenlose Schulungen und Webinare helfen Clubfunktionären, ihre Mitglieder schnell und unkompliziert mit dem GotCourts-System vertraut zu machen.

«Das Angebot stösst auf grosse Nachfrage: Bereits über 100 Clubs haben uns angefragt und vertrauen dabei auf das GotCourts-Reservationssystem, um so schnell wie möglich öffnen zu können (Stand 23. April 2020)» Diego Seitz

> gotcourts.com


Autokino Winti – Gabriel Ruggli, HSG-Student

Am ersten Juliwochenende fand das erste Autokino in Winterthur statt, inklusive Social Distancing und Popcorn-Lieferservice. Das Non-Profit-Projekt von zwei jungen Winterthurern, HSG-Student Gabriel Ruggli (rechts auf dem Foto) und Kittipong Khundan, soll dem Vakuum an Veranstaltungen diesen Sommer entgegenwirken. Eine Verlängerung ist geplant.

«Wenn wir den Leuten eine Freude machen und gleichzeitig etwas Gutes tun können, haben wir unser Ziel erreicht» Gabriel Ruggli

> autokinowinti.ch