Dorothea Tiefenauer

1.    Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Ich war 1987 bis 1992 an der HSG. In der Vertiefung habe ich Wirtschaftspädagogik studiert.

2.    Was machen Sie heute in Ihrem Leben?
Beim Kaufmännischen Verband Schweiz leite ich den Bereich Marketing und Kommunikation. Mein Weg zum heutigen Job führte mich über Stationen bei der UBS, wo ich in der Ausbildung, im Marketing und Sponsoring arbeitete via zwei andere nationale Verbände, wo ich zuerst bei Swissmem die Kommunikation und danach beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen die Bereiche Kommunikation und Personal leitete. Ich hatte die Chance immer in Branchen tätig zu sein, die in kommunikativen Belangen stark gefordert waren.

3.    Was wollten Sie als Kind werden?
Meine Traumberufe gingen von Pilotin bis zur Reisedestinationstesterin. Im Cockpit bin ich heute froh Profis sitzen zu wissen. Das Reisen ist ein Hobby seit jeher. Reisetipps gebe ich heute im Freundes- und Bekanntenkreis.

4.    Was ist das Wichtigste, das Sie an der HSG gelernt haben?
Das Denken in grossen Zusammenhängen und, welche Implikationen kleine, scheinbar untergeordnete Entscheide auf das Ganze haben können. Auch das Bewältigen von Unmengen an Pflichtstoff, welche ich oft in Lerngruppen vertieft habe und womit das Lernen dann ganz locker ging, waren für mich wichtige Lehren.

5.    Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
Das Meiste rund um die Kommunikation fehlte damals noch im Angebot. Erst später im Seminar Kommunikationsmanagement an der HSG und in anderen Weiterbildungen on und off the job kam dann die Theorie zur Praxis.

6.    Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Den täglichen Lacher während der Vorbereitung auf die BWL- und Statistik-Zwischenprüfungen sind mir in bester Erinnerung. Wir lachten, fragten und ärgerten uns immer wieder mal über den so leicht daher kommenden Lerntipp von Professor Dubs «Sie müssen einfach wissen, woher die Zahlen kommen und wohin Sie gehen».

7.    Nennen Sie ein Land, ein Spiel und ein Buch, die zu Ihnen passen?
Jedes Land und jeder Erdteil haben Teile die zu mir passen. Italien liegt mir sehr wegen dem Lebensgefühl der Italianità, der Sprache und dem feinen Essen.
Das Würfelspiel Story Cubes, da mit so wenigen Bildern unheimlich spannende, kurlige Geschichten entstehen können.
Zum Relaxen liebe ich die Bücher von Donna Leon.

8.    Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Ein Substantiv genügt mir nicht.

9.    Wen möchten Sie gerne mal treffen?
Angela Merkel. Ich  möchte wissen, wie diese Frau die vielen Entscheide und Einflussnahmen in einem 24-Stunden-Tag über eine so lange Zeit zu bewältigen und stemmen in der Lage ist.