Karin Winter-Dubs

Karin Winter-Dubs, mag.oec.HSG '92

Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Handelslehrer (mag. oec.), von 1986 – 1992. Nach dem Grundstudium habe ich ein Zwischenjahr gemacht und während dieser Zeit als Kursassistentin im NDU (heute EMBA) gearbeitet.

Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Ich bin Handelslehrerin am KBZSG (Berufschule für Kaufleute und Detailhandel) sowie SVP-Stadtparlamentarierin in der Stadt St. Gallen. Meine Aufgaben im Parlament: Fraktionspräsidentin, Bildungskommissionspräsidentin, Stiftungsrätin in der Stiftung für Arbeit, Vize-Präsidentin des Vereins sozioprofessionelle Fanarbeit, Mitglied der Gender- und Familienfragen-Kommission. Zudem bin ich Mutter von zwei Teenagern, was ich zum wichtigsten in meinem Leben zähle.

Was wollten Sie als Kind werden?

Ich wollte immer Mutter werden, was ich erreicht habe. Beruflich kamen für mich Lehrerin oder Hotelmanagerin in Frage. Ich wollte an der HSG zuerst Tourismus studieren und habe mich während dem Studium entschieden, mein Studium als Handelslehrerin zu beenden. Ich habe diese Entscheidung nie bereut.

Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?

Ich habe gelernt, was eine gute Lehrperson ausmacht. Ausserdem habe ich durch die damalige Gestaltung des «mag. oec.»-Lehrgangs viele praktische Erfahrungen beim Unterrichten erlernen können.  Während meinem Studium wurden die Handelslehrpersonen in den wichtigsten Wirtschaftsfächern z.T. mit den andern Vertiefungsrichtungen unterrichtet. Vertiefte Kenntnisse erhielten wir in den Richtungen Recht, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft. Ebenso war Psychologie in unserer Vertiefungsrichtung Pflicht. Davon konnte ich in meinem beruflichen Leben viel profitieren.

Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
Meiner Meinung nach wurde in unserem Studium zu wenig auf gesellschaftliche Probleme und Entwicklungen aufmerksam gemacht. Auch die zunehmende Heterogenität der Gesellschaft war zu meiner Zeit nie ein Thema.

Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Aktiv war ich im Festverein der HSG. Das Ziel dieses Vereins war, Parties für Studierende zu organisieren. Dies taten wir etwa viermal im Jahr. Dass der Verein überhaupt «Festverein an der HSG» heissen durfte, war zu dieser Zeit erstaunlich. Nach mehrmaligem «Nein» für den Namen, nützte schliesslich das Versprechen, dass wir mit Festverein, sprich Partyclub, keinen Unfug mit dem Namen HSG treiben wollen. Diese Argumentation überzeugte schliesslich das Rektorat, und wir waren der einzige Verein, der damals auch den Zusatz «HSG» in der Vereinsbezeichnung verwenden durften.

Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:

  • USA, ich wollte einmal auswandern, da die USA für Freiheit steht.
  • Bei den Büchern gibt es viele: in der letzten Zeit vor allem Bücher, die sich mit Fussball-Fans befassen, da ich mehr über die verschiedenen Fangruppierungen wissen möchte, um ihre Verhaltensweisen verstehen zu können.  
  • Jassen ist mein Lieblingsspiel, da man in der Gruppe jasst und auch Strategien festlegen muss, damit man den Gegner schlägt.

Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?

  • Kämpferin: wenn ich mich für etwas einsetze, dann kämpfe ich bis ich es erreicht habe. Auch wenn man mir Steine in den Weg legt.
  • Träumerin: Hier gilt: Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.

Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?
Hier gibt es keine spezielle Person, da ich in meinem Leben genügend spannende Leute treffe, mit denen ich mich gut unterhalten kann.