Max H. Steiner

Max H. Steiner, lic.oec.HSG '72

Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
BWL (Ulrich-Siegwarth); dann Marketing-OR (Weinhold-Loeffler), Abschluss mit dem lic.oec. im November 1972.

Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?

  • Seit dem Jahre 2000 als Auslandschweizer in Bolivien: Gründer und Mitentwickler eines neuen Jugendherberg-Verbandes für den Andenraum. Führung von Hostelling International „HI-Bolivia“ als Stiftung und national anerkannte NGO mit 18 HI-Hostels und Tour-Operating im ganzen Land. Einführung eines südamerikanischen Reservations- und Buchungssytems, heute www.hihostels.com
  • Als Präsident der Stiftung  HI-BOLIVIA, mit Sitz in Sucre: Aufbau einer Freiwilligen-Hilfsorganisation «HIB-Volunteers Work Experience» – www.hostellingbolivia.org – mit sozialen Projekten in nun mehr als 10 Bergdörfern/Aglomerationen Boliviens – vom südlichen Tiefland bis hoch ins Altiplano/Titicacasee. Dies zusammen mit bereits mehr als 750 Freiwilligen aus vielen Ländern der Partnerorganisation des DJH Deutsches Jugendherbergswerk und des Deutschen Roten Kreuzes DRK, SJH Schweiz und HI-Kanada.
  • Organisator von vielen Bolivien-Peru Kultur- und Studienreisen mit ethnologisch-kulturellem Hintergrund für Universitäten wie Aachen, Erlangen-Nürnberg, Tübingen, etc..
  • Ausbau der mitgegründeten Spanisch-Sprachschule «Casa Andina de Lenguas» in Sucre mit einer Internet/Web-Cam gestützten Online-Schulung – siehe www.spanish-viva-online.net.
  • Analyst mit vielen Bolivienkommentaren – Verleger/Buchautor des ISBN-Titels «Mosaico Boliviano» – www.mosaicoboliviano.com
  • Gastvorlesungen zu internationalen Handels- und Wirtschaftsthemen und Honorarprofessor mit Vorlesungsmodulen am Wohnsitz in Santa Cruz de la Sierra für Int. Entwicklungen und Strategien an der «Unidad Postgrado en Sciencias Economicas». Weiter auch Tutor für MA-Arbeiten europäischer Unis, wie etwa der HSG.
  • Präsident des Circulo Suizo, Schweizerclub in Santa Cruz, Bolivien.

Was wollten Sie als Kind werden?
Botschafter, um die Welt bereisen zu können und die Schweiz im Ausland vertreten zu dürfen

Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?
Ganz, ganz viel: vorallem und vorab fand ich Freunde und Kontakte fürs Leben – gerade auch dank HSG-Alumni, wo ich bereits seit 1973 lebenslängliches Mitglied bin; so werde ich am HSG ALUMNI SENIORS CHAPTER Startanlass im Dezember in Zürich teilnehmen.

Strukturiertes Arbeiten – tiefe Analysen – notwendiges Basiswissen – Entscheiden müssen und diszipliniertes Abarbeiten.

Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
Direkte Führungserfahrung – diese kam damals mit dem Militärdienst und internationalen Praktika. Zudem fehlte mir damals noch vertieftes Risikomanagement und Unternehmer-Ethik.

Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Hier gibt es gleich mehrere:

  • «Faentsch» PD-Farner (Werbeagentur-heute Publicis) oder wie man mit einer massiv-goldenen Flasche nach 25 Jahren den Grossauftrag von Coca Cola verlieren kann.
  • Wie ein junger Dr. Klaus Schwab 1971 zu einem ersten international Treffen an die HSG einlud und wir mithören durften, ohne damals zu wissen, dass daraus das heutige Weltwirtschaftsforum werden würde.
  • Unvergessliche Langlaufausflüge und AIESEC-Wettkämpfe mit den damals so stark vertretenen norwegischen Kommilitonen... bis im Toggenburg in kalter, mondheller Nacht nach viel Wodka der Davoserschlitten in tausend Stücke zerbrach.

Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:

  • Bolivien,  ist nun zu meiner zweiten Heimat geworden
  • Fritz Zwicky:  Jeder ein Genie
  • Crockett – mit Mass und gezielt drauf schlagen

Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Projektentwickler

Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?
Roger Federer – weil er für mich nicht nur der grösste Schweizer Sportler ist, sondern auch, weil er seit mehr als einem Jahrzehnt als der herausragendste weltweit wirkende Botschafter für die Schweiz und unsere Werte agiert!  Und vor allem auch, weil wir ihn als einziges Schweizer Momentum dank ESPN en Español hier im Fernsehen stets mitverfolgen können – sonst spricht ja hier in den Anden kein Mensch von der Schweiz...