Paul Weibel

Paul Weibel, lic.oec.HSG '91

Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
1986 bis 1991, Betriebswirtschaftslehre mit Vertiefung Finanz- und Rechnungswesen. Dazwischen mehrere Praktika, ein Sprachaufenthalt in Guatemala sowie während meines ganzen Studiums eine Anstellung als Informatiklehrer an einer Erwachsenenschule.

Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Beruflich: Swiss Life Schweiz, Leiter des Privatkundengeschäfts und Mitglied der Geschäftsleitung.
Privat: Familienvater und viel Sport.

Was wollten Sie als Kind werden?
Profifussballer; es war mir aber früh klar, dass dies nicht klappen würde. Trotzdem würde ich gerne auch heute noch intensiver Fussball spielen, wenn dies die Zeit erlaubt.

Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?
Sich in kurzer Zeit in immer wieder neue Themen einzuarbeiten (und dies auch bei Themen, die mich nicht wirklich interessiert haben) und ein Ziel hartnäckig und bis zum Schluss verfolgen.

Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
All die Fähigkeiten, die man braucht, um Mitarbeiter mit Erfolg zu führen und für ein gemeinsames Ziel zu begeistern (was ich heute als eine meiner wichtigsten Aufgaben betrachte).

Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Meine Bekanntschaft mit einem Austauschstudenten aus den USA, der leidenschaftlich Saxophon gespielt hat und bereits in der ersten Woche ein Spontankonzert mitten auf dem Vorplatz der Uni gegeben hat (was damals eine kleine Sensation war), das dann in der Folge von weiteren Musikern ergänzt wurde (darunter ich selbst am Schlagzeug) und zu diversen verpassten Vorlesungen geführt hat; seine Auffassung von einem Unibetrieb hat sich sehr stark von unseren Auffassungen unterschieden und uns gut aufgezeigt, dass es nebst Schule auch noch anderes gibt.

Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:

  • Land: Belgien, das Land, in dem meine Frau aufgewachsen ist und das heute zur zweiten Heimat von mir und meinen Kindern geworden ist.
  • Buch: Die Biografie von Steve Jobs, die mich stark beeindruckt hat und die ich immer wieder zur Hand nehme. Seine Innovationskraft und seine Beharrlichkeit sind einmalig.
  • Spiel: Ganz klar Fussball, ein Spiel, das nur mit Teamwork, einer klaren Strategie und Disziplin gewonnen werden kann.

Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Nach mehreren Jahren im Ausland weiss ich von mir, dass ich einige der typischen Schweizer Eigenschaften vertrete, z.B. Zuverlässigkeit, Optimismus und eine gewisse Bescheidenheit.

Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?
Pep Guardiola, der Trainer des FC Bayern München. Auch seine Biografie habe ich gelesen und er hat aus meiner Sicht vieles gemeinsam mit Steve Jobs; so hat auch er in seinem Metier völlig neue Standards gesetzt.