Rolf Sonderegger

Dr. Rolf Sonderegger, lic. oec. HSG '04

1. Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Ich habe in den Jahren 1998 - 2004 an der Universität St.Gallen im Departement VWL studiert. Die Vertiefungsrichtung war Finanz- & Kapitalmärkte (VWL-FKM). Im Anschluss an meine Zeit in St.Gallen habe ich noch ein Promotionsstudium im Bereich Quantitative Economics and Finance an der Universität Konstanz mit Studienaufenthalten in Wien und den USA absolviert.

2. Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Bereits während meiner Studienzeit an der HSG habe ich mit einem Kollegen von der ETH die together ag gegründet. Die together ag bringt Unternehmen mit Studierenden und Absolventen von Fachhochschulen und universitären Hochschulen zusammen. Ob mit einer unserer zahlreichen Karriere-Veranstaltungen, unseren führenden Print-Produkten oder individuellen Campus-Kampagnen – wir ebnen attraktiven Arbeitgebern den Weg, damit diese künftige Fach- und Führungskräfte kennen lernen bzw. rekrutieren können.

3. Was wollten Sie als Kind werden?
Als Kind wollte ich Kriminalpolizist werden. Ich habe die Bücher und Kassetten von «Die drei ???» und «TKKG» geliebt. In jeder freien Minute habe ich diese gelesen oder im Wald Verbrecher gejagt.

4. Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?
Während meines Studiums habe ich das wirtschaftliche Rüstzeug für meine Selbständigkeit gelernt. Während meiner Promotion wurde meine Neugierde geweckt. Heute weiss ich, dass hinter jedem scheinbaren Horizont mindestens noch ein Weg weiter geht.

5. Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
An der HSG habe ich sehr viel auswendig gelernt. Während meiner Promotion wurden insbesondere die Fähigkeiten geweckt, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und logisch strukturierte Antworten herzuleiten. Die Neugierde, etwas vermeintlich Bekanntes noch einmal kritisch zu hinterfragen, ist aus meiner Sicht eine sehr wertvolle Denkweise, die auf jedem Lebensweg sehr behilflich ist.

6. Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Aufgrund meiner Selbständigkeit hatte ich eine Einladung für ein Mittagessen mit einem CEO eines börsennotierten Unternehmens erhalten. Leider hätte ich in diesem Zeitfenster auch eine Prüfung ablegen müssen. Ich habe dem Professor mein Dilemma erklärt. Zu meiner Überraschung hat dieser vollstes Verständnis für meinen inneren Konflikt gehabt und mir angeboten, eine Klausur am Abend bei ihm im Büro abzulegen. Nachdem die Prüfung ohne Fehl und Tadel absolviert war, sind wir noch auf ein Feierabendbier weg gegangen.

7. Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:
Schweiz – Zuverlässig, freundlich und innovativ.

Historische Romane – Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten. (August Bebel, 1840-1913)

Fussball – Ein Mannschaftssport, der mir als Torwart aber trotzdem die Freiheit des Einzelkämpfer ermöglich.

8. Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Rolf

9. Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?
Der professorale Abend mit dem Feierabendbier wäre eine Wiederholung wert…