Thomas Aeschi

1. Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Mein HSG-Studium begann ich im Herbst 1998 und schloss es im Sommer 2002 mit dem Titel lic.oec.HSG und der Vertiefungsrichtung «Finanzen und Kapitalmärkte» ab.

2. Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Einerseits arbeite ich für die internationale Strategieberatungsfirma PwC Strategy& (ehemals Booz & Company) und andererseits bin ich als Zuger SVP-Nationalrat Mitglied der parlamentarischen Kommission für Wirtschaft und Abgaben und Mitglied der EFTA/EU-Delegation.

3. Was wollten Sie als Kind werden?
Das Leben als naturverbundener Landwirt hat mich seit jeher fasziniert.

4. Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?
Geh Deinen Weg und bleib Dir treu. Bereits im ersten Jahr an der HSG durfte ich Mitglied des ISC-Komitees werden, welches das jährliche St. Gallen Symposium organisiert. Dies war ein grossartiger Einstieg ins Universitätsleben. Doch auch in den darauffolgenden drei Jahren lernte ich viel: Von den HSG-Professoren in den Vorlesungen, von meinen Vorgesetzten in der Unteroffiziersschule und von den vielen Begegnungen während meiner beiden Austauschsemester in Malaysia und in Israel.

5. Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?

Zu meiner Zeit war der Unterricht an der HSG sehr theoretisch und wenig praxisorientiert gestaltet. Die Case Studies, wie wir sie in der Zwischenzeit aus den USA übernommen haben, wurden damals an der HSG noch fast nicht verwendet.

6. Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?

Während des 29. St Gallen Symposiums im Mai 1999 stellten ich und meine WG-Mitbewohner unsere Wohnung für die legendäre «Open House Night» zur Verfügung. Wir wurden von feiernden CEOs und Studenten völlig überrannt und mussten am Tag danach einen Teil des Fussbodens aufgrund der auf dem Wohnungsboden ausgedrückten Zigarettenkippen ersetzen lassen.

7. Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel die zu Ihnen passen:
Argentinien und Myanmar sind beides bezaubernde Länder mit einer noch fast unberührten Natur.
Das Buch «Terre des Hommes» von Antoine de Saint-Exupéry fasziniert mich immer wieder von neuem.
Mein liebstes Gesellschaftsspiel ist das Jassen, welchem ich auch oft in Bern nach anstrengenden Sessionstagen nachgehe.

8. Wie würden Sie sich beschreiben?
Bereits im Alter von fünf Jahren wurde ich mit den folgenden Worten beschrieben: Witzig, zielstrebig, beharrlich.

9. Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?

Niklaus von Flüe, weil er beim Stanser Verkommnis entscheidend auf die zerstrittenen eidgenössischen Stände einwirkte.