Thomas Biland

Thomas A. Biland, Dr.oec.HSG '89

Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Ich habe im Vertiefungsgebiet Marketing an der HSG studiert von 1980-1985. Danach habe ich bei Prof. Knut Bleicher meine Dissertation zum Thema «Die Rolle des VR im Prozess der strategischen Unternehmensführung» geschrieben.

Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Seit 15 Jahren bin ich im Executive Search tätig, habe mich 2005 selbständig gemacht und habe eine Boutique, welche international Führungskräfte und Fachspezialisten sucht. Dies immer mittels Direktansprache. Daneben habe ich eine zweite Firma, die mehr auf die Schweiz fokussiert ist und u. a. auch auf die Direktsuche von Executive Assistants sowie Fachspezialisten und Führungskräfte fokussiert; dies mittels Inserat unterstützt durch Research.
Daneben habe ich mich in der Vergangenheit in Politik und Tourismus und einzelnen ehrenamtlichen Bereichen engagiert. Heute bin ich mehr für unser globales Netzwerk tätig und reise gerne und bin an Kultur, Kunst und Architektur interessiert.

Was wollten Sie als Kind werden?
Als Kind wusste ich lange nicht was ich wirklich wollte. Doch alle «Berufswünsche» hatten immer eine starke Komponente im Bereich «Mensch, Kommunikation, Dienstleistung»: ursprünglich interessierte mich der ganze Hospitality/Tourismus Bereich wie auch die Werbe-/Kommunikationsbranche. Früh war ich an anderen Kulturen sowie kreativen und dienstleistungsorientierten Tätigkeiten interessiert.

Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?

Strukturiert und gesamtheitlich zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, strategisches Denken und die Fähigkeit, dieses auch zu präsentieren und «verkaufen». Die Erkenntnis, dass es Leistung braucht, um Ziele zu erreichen, diese aber auch in einem «big picture» gesehen werden müssen. Nach der HSG habe ich dann gelernt, dass letztlich die beste Ausbildung erst mit der richtigen Persönlichkeit wirklich erfolgreich sein kann und dass die Lebensschule immer noch eine der besten Schulen ist.

Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?
Das was man den wirklich praktischen Teil nennt (obwohl die HSG ja immerhin das Praktikum hatte) und die Umsetzung sowie die Führung. Dies habe ich dann im Alltag lernen müssen, aber der «akademische Rucksack» hat mir dabei sehr geholfen.

Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Im Rahmen eines Integrationsseminars mussten wir für eine damals etwas verstaubte Sockenmarke ein neues Marketingkonzept und die Umsetzung entwerfen. Dabei entwarfen wir eine neue Verpackung für den POS. Der CEO kritisierte dies als wenig brauchbar und entschädigte uns mit einer Schachtel Sportsocken. Ca. ein Jahr später fanden wir die Verpackung im Laden – faktisch fast 100% identisch mit unserem Vorschlag ... ;-)!

Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:

  • Buch: «Give and Take: Why Helping Others Drives Our Success» sowie «Emotionale Intelligenz»
  • Spiel: Schach und Monopoly
  • Land: Südafrika und Myanmar

Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Menschenorientierung

Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?

Sir Richard Branson, weil er ein wirklicher Unternehmer ist, der sich nicht beirren lässt und nicht dem traditionellen Schema entspricht.