Thomas Rapp

Thomas Rapp, Dr.oec.HSG '99

Was und wann haben Sie an der HSG studiert?
Als externer Doktorand habe ich in der Zeit von 1997 bis 1999 am Institut für Technologiemanagement bei Prof. Schuh promoviert. Dies als Ergänzung zu meinem Elektroningenieurabschluss an der ETH.

Was machen Sie heute in Ihrem Leben? Beruflich, ehrenamtlich, o.ä.?
Das ist wohl ein einmaliges Sammelsurium: Ich bin Mitinhaber einer Werbe-und Kommunikationsagentur, leite auf Mandatsbasis ein Intralogistikprojekt von 120 Mio. CHF, berate mehrere Grossunternehmen im Bereich der Sortimentsgestaltung, unterrichte an einer Fachhochschule «Sortiments- und Konfigurationsmanagement», bin in der Aufsichtskommission einer Höheren Fachschule und werde in Kürze bei Alpiq die Leitung des Geschäftsbereichs Verkehrs- und Energietechnik mit rund 800 Mitarbeitern übernehmen. Und das Wichtigste: Mit meinen beiden Kindern baue ich umfangreiche Lego-Anlagen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Militärpilot auf einem möglichst schnellen und lauten Kampfjet. Schliesslich wurde ich dann Linienpilot und bin sechs Jahre für Swissair und Swiss Airbus geflogen.

Was ist das Wichtigste, was Sie an der HSG gelernt haben?
Dass vor allem der eigene Wille die Grenzen dessen bestimmt, was man erreichen kann. Wenn «kennenlernen» auch zum «lernen» gehört, dann waren es die vielen Leute mit Unternehmergeist und verrückten Ideen.

Was haben Sie an der HSG nicht gelernt?

Wie limitiert die Anwendbarkeit der meisten Theorien in der Praxis ist und dass wohl mehr als 90% einfach gesunder Menschenverstand ist.

Eine kurze Anekdote aus der Studienzeit?
Das Leben drehte sich um den Billardtisch in unserer Wohngemeinschaft. Von philosophischen Gesprächen bis zum handfesten Bierkonsum fand alles an diesem Ort statt.

Nennen Sie ein Land, ein Buch und ein Spiel, die zu Ihnen passen:

  • Ghana, weil die Menschen glücklich scheinen, auch wenn sie in unseren Augen nichts haben.
  • Die Feuerzangenbowle von Heinrich Spoerl, weil das Leben aus einem Augenzwinkern besteht.
  • Jassen, weil der Schieber die perfekt ausgewogene Mischung aus Glück, Taktik und Geselligkeit bietet.

Mit welchem Substantiv würden Sie sich beschreiben?
Pragmatiker

Welche Person würden Sie gerne mal treffen und warum?
Den emeritierten Papst Benedikt XVI, um zu verstehen, wie ein so intelligenter Mensch solche Themen vertreten kann.