Fanpictor

Facts & Figures

Name des Unternehmens: Fanpictor
Gründungsjahr:2012
Gründer:Reto Scheidegger & Stephan Schürer
Branche:(Sport-)Eventmarketing, Sponsoring
Anzahl Mitarbeiter:10
Website:www.fanpictor.com

1.    Die Geschäftsidee:
Wir bieten Sponsoren, Sportteams, Marketing-Verantwortlichen und/oder Eventorganisatoren eine Software an, anhand welcher sie den Fans die Möglichkeit bieten können, Choreographien zu designen, die später im Stadion von mehreren tausend Zuschauern vorgetragen werden. Die Choreographien können dabei unterschiedlich gestaltet werden; von Logos, Bildern bis hin zu sich wechselnden Texten. Dieses Jahr ist es uns sogar gelungen, in sekundenschnelle, die gesprungene Zeit von Leichtathlet Kariem Hussein auf den Rängen abzubilden. Unser neuestes Produkt ist eine App mit welcher nun auch Display-Lichtshows im Stadion erzeugt werden können. Für diese einzigartige Technologie ist auch eine Patentanmeldung am europäischen Patentamt in Prüfung.
Durch die Verbindung zwischen den online Welt (Designtool) im Vorfeld des Events mit der offline Welt (Choreografien im Stadion) wurde eine neue Sponsoringkategorie geschaffen. Die dadurch erzielten Erträge finanzieren die Tätigkeiten von Fanpictor.

2.    Das Beste an der Selbstständigkeit:
Es ist ein gutes Gefühl, zuzusehen, wie sich aus einer anfänglichen Idee ein Geschäft entwickelt, das Geschäftsmodell vom Markt akzeptiert wird und die Firma sich weiterentwickelt sowohl vom Umsatz als auch Team. Wir lieben den Sport und haben nun durch die Gründung der Fanpictor AG die Möglichkeit unsere Leidenschaft mit dem Beruflichen zu verbinden mit der Freiheit selbst zu gestalten wohin die Reise geht.

3.    Die wertvollste Erfahrung:
Die Anfangsphase eines neuen Unternehmens ist sehr intensiv und erfordert eine hohe Einsatzbereitschaft. Das soziale Umfeld spielt darin eine enorm wichtige Rolle. Sei es die Familie, die den nötigen Rückhalt bietet, Freunde, welche einem tatkräftig unterstützen oder ehemalige Berufskollegen die sich als wertvolle Kontakte für das neue Business herausstellen. Zudem ist Kritik aus dem engen Umfeld umso schmerzvoller, aber auch ehrlich und durch diese können wir uns konstant weiterentwickeln.

4.    Die grösste Herausforderung:

Zu Beginn ist alles durch sehr viel Unsicherheit geprägt. Gerade wenn man mit einer so neuartigen Dienstleistung, wie wir sie anbieten, auf den Markt tritt, bleiben viele Fragen offen. Man muss deshalb flexibel sein, seine Strategien, schnell anpassen und immer offen für Veränderungen bleiben. Wir mussten nicht nur Kunden von einer neuen Idee (ohne existierenden Markt, wir mussten diesen schaffen!), sondern auch Investoren und potentielle Mitarbeiter überzeugen.

5.    Ein Tipp für künftige Gründer:
Der Aufbau und Konsolidierung jeden Startups kann sehr kräfteraubend sein. Man steht unter grossem Zeitdruck, Verhandlungen können sich als schwieriger herausstellen als erwartet und sich in die Länge ziehen. Dazu muss man sich mit formellen Dingen herumschlagen, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben und einem oft „unnötig“ Zeit rauben. Dennoch sollte man keinesfalls vergessen Erfolge zu feiern und zu geniessen. Das bringt neue Motivation und bestärkt einen in dem was man tut.

6.    Dafür bin ich der HSG dankbar:
Die HSG steht für Unternehmertum, davon wurden bereits meine Eltern als Alumni und Unternehmer  inspiriert und dieser Virus wurde an die nächste Generation weitergereicht.
Die HSG fördert den Austausch zwischen Studierenden und Unternehmen, was für beide Seiten sehr gewinnbringend ist. Wir können angehenden Startup-Gründern aus erster Hand berichten, was es heisst, sich als neues Unternehmen profilieren zu wollen. Andererseits profitieren wir selbst vom Dialog mit den Studierenden. Sie können uns wertvolle Inputs geben und erweitern unsere Sichtweise auf das eigene Geschäft.

7.    Ziele für das aktuelle Jahr:

Im Moment verhandeln wir mit einigen Sportevents und Teams im In- und Ausland, mit dem Ziel Fanpictor auch ausserhalb der Schweiz zu etablieren. Auch für unser Team ist es immer wieder ein Highlight, bei den verschiedenen Veranstaltungen live dabei zu sein, vor allem bei Kunden, die uns wiederholt das Vertrauen schenken. Zudem werden wir dieses Jahr erstmals unsere Lichtshow-App einführen. Da hoffen wir natürlich, dass alles Technische reibungslos funktionieren wird und die App auch von den Fans gut angenommen wird. Mit der Lichtshow-App können wir unser Geschäftsfeld vom Sportsektor in die spannende Musikbranche erweitern.

Hier gelangst Du zu einem Artikel über Fanpictor, der im September 2015 im St.Galler Tagblatt erschien.