Felfel

Interview mit Daniela Steiner, Felfel

Warum, denkst du, bist du zur Gründerin geworden?
Frustration mit dem Status Quo – ich habe noch nie Dinge einfach so genommen wie sie sind. Auch die Tätigkeit bei Partners Group im PE Investment Team hat mich sicher inspiriert. Ich wollte immer einmal am anderen Ende des Tisches sein, d.h. Unternehmerin versus Investorin sein.

Was motiviert dich im Alltag, dein Unternehmen zu leiten und vorwärts zu bringen?
Wir haben ein paar wahre «Picassos» bei Felfel im Team – Mitarbeitende die man heute nicht einfach findet: «Macher» die das Herz am richtigen Fleck haben und so unser Unternehmen jeden Tag ein Stückchen in die richtige Richtung rücken. Die motivieren mich sehr fest.
Auch Felfel’s Kundenbasis ist einzigartig: ich bin ein Service-typ, jemandem anderen ein weltklasse Service zu bieten und Frustrationen aus dem Weg zu schaffen macht mich glücklich und motiviert mich.

Was hat die HSG-Studienzeit dazu beigetragen, dass du gegründet hast?

Das «Praktische» was man lernt: in verschiedenen Praktikas die die Uni fördert und den Austausch mit vielen Unternehmen und Unternehmern an der Uni als Dozenten, Gastredner etc. Sicherlich auch das Netzwerk von anderen inspirierenden Alumni welches ich mir aufgebaut habe.

Womit könnte die HSG dazu beitragen, dass der Gründergeist noch mehr Studierende erfasst?
Noch mehr Praxis. Mehr Case Studies und Austausch mit Unternehmern fördern.

Was war unternehmerisch deine schwierigste Erfahrung, was deine schönste?
Personalthemen sind meistens mit Emotionen verbunden und manchmal nicht einfach. Die schönste Erfahrung vermutlich ist, dass ich Felfel mit meinem Mann leiten darf. Das bereitet viel Freude und erlaubt uns mit viel Herzblut zu leiten.

Wieviele Pitches musstest du bestehen? Und wie viele waren erfolgreich?

Ich ‚pitche’ eigentlich jeden Tag – meistens über Lunch ;) Am erfolgreichsten bin ich, wenn ich die Feöfeö Lieblingsgerichte dabeihabe, dann geht das meistens einfach.

Im Rückblick: Was würdest du heute anders machen?
Ich würde früher einen CFO anstellen – die regulatorischen Anforderungen für ein komplexes Geschäft wie unseres darf man nicht unterschätzen, wenn man sie zu lange ignoriert, können sie zum Geschäftsrisiko werden. Und ein guter CFO wie unserer hält uns den Rücken frei so können wir uns auf das Wachstum konzentrieren.

Begleitest du heute andere Gründer(innen) als Mentorin, Coach oder Business Angel? Warum?
Zurzeit helfe ich ab und zu mit bei Ideenbrainstormings für Startups. Das spannendste was ich jungen Studenten bieten kann ist vermutlich ein Traineeship in unserem Unternehmen: wir hatten bereits drei Studenten von der HSG, ich glaube die haben einen tollen Rucksack mitgenommen und hoffentlich auch ein bisschen «Gründervirus».

Was gibst du heutigen Studierenden mit auf dem Weg?
JFDI (just freaking do it). Das heisst mehr machen als theoretisch Denken. Verkaufen lernen – egal was.

Beschreibe dein Startup in zwei Sätzen: was macht es besonders?
Wir verbreiten «Joy» im Büro – da wo Menschen so viel Zeit verbringen versüssen wir ihnen ihren Alltag. Ein spezielles Team bei FELFEL kümmert sich alleine um dieses Thema, also um «Moments of Joy» zu entwickeln.
Die Kombination von Technologie und Romantik macht Felfelvermutlich auch einzigartig. 10 Mathematiker und Softwareingenieure sitzen neben Food Scouts und Marketingspezialisten etc.