AMELI

Facts & Figures

Name des Unternehmens: AMELI Zurich

Gründungsjahr: 2020

Gründer: Christian Stahl, Christina Stahl

Bezug zur HSG: Christian ist HSG-Alumnus (M.A. Accounting and Finance, Abschlussjahr 2016)

Branche: Fashion, Luxusgüter

Anzahl Mitarbeiter: Fünf, und am Einstellen

Website: www.ameli-zurich.com

1. Die Geschäftsidee:

Wir wollen Geschäftsfrauen stärken indem wir Produkte entwickeln, die uns bisher in der Businesswelt gefehlt haben. Für uns ist das insbesondere die Businesshandtasche. Viele Frauen laufen mit zwei Taschen ins Büro, oder tragen im Flughafen die Tasche in der einen Hand und ziehen den Trolley mit der anderen. Unsere Businesshandtaschen sind elegant, zeitlos und bieten trotzdem alle benötigten Funktionalitäten um das Leben einfacher zu gestalten. Zudem wollen wir mit unserem Blog jene Frauen inspirieren, getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker und können voneinander lernen #womenempowerment. Damit in Zukunft noch mehr Frauen die Chance haben sich im Business zu behaupten, spenden wir 5 % unserer Profite an ausgewählte Organisationen um die Aus- und Weiterbildung von Frauen zu fördern.

2. Das Beste an der Selbständigkeit:

Die Geschwindigkeit in der Umsetzung. Es ist ein tolles Gefühl, nicht abhängig zu sein von Gremien, langen Wegen und (als ehemalige Berater) sich zu fragen, ob die Ideen auf den Slides auch wirklich irgendwann realisiert werden. Wir haben es geschafft, innerhalb von drei Monaten unsere ersten Handtaschen in den Händen zu halten und in die Pre-Order Phase zu gehen.

3. Die wertvollste Erfahrung:

Die Offenheit und Hilfsbereitschaft, die man erfährt, wenn man sich wagt. Wir erhalten von so vielen Alumni, Freunden und Bekannten Tipps und wertvolles Feedback, durch das wir uns ständig verbessern können. Wir sind begeistert, welche neuen Gespräche und Möglichkeiten sich dadurch ergeben.

4. Die grösste Herausforderung:

Die Sicherstellung der Transparenz unserer Supply Chain. Unsere Grundpfeiler sind, dass wir mit Handwerkskunst, Integrität und Transparenz unsere Handtaschen fertigen wollen. Dabei mussten wir schmerzhaft erfahren, dass Made in Italy auch folgendes sein kann: Intransparente Lieferantenverhältnisse, Auslagerung an prekär beschäftigte Einwanderer, unklare Herkunft der Materialien.
Uns ist wichtig, dass wir hinter der Qualität unseres Produktes stehen können und niemand wegen uns für einen Hungerlohn in einem Sweat Shop die Taschen zusammennäht. Es hat uns viel Zeit gekostet, einen Produzenten und die jeweiligen Materialzulieferer zu finden, bei denen wir unseren Werten treu bleiben können.

5. Ein Tipp für künftige Gründer:

Einfach machen und schamlos um Hilfe bitten. Getreu einem Zitat von Sheryl Sandberg «Done is better than perfect» war es für uns wichtig, Fortschritte zu machen. Aus unseren Fehlern konnten wir bisher zudem sehr viel lernen.

6. Dafür bin ich der HSG dankbar:

Für das Netzwerk und die breite, praktische Ausbildung. Bei AMELI kommt mir dieses Wissen sehr zugute, da ich mich schnell in viele unterschiedlichen Bereiche eindenken konnte – anfangs hatte ich unterschätzt, wie viele unterschiedliche Aspekte man bei der Gründung berücksichtigen muss.

7. Dazu könnte ich Unterstützung von anderen Alumnae oder Alumni gut gebrauchen:

Vor allem arbeiten wir aktuell daran, unsere Reichweite zu vergrössern. Viele Alumni landen wie wir in der Businesswelt und sind unsere perfekte Zielgruppe – zumindest die Frauen ;). Daher freuen wir uns über jede Empfehlung, Word-of-Mouth Werbung und natürlich jede AMELI Handtasche die getragen wird. Allerdings sind auch weitere Absatzkanäle, eventuell sogar der stationäre Handel, und der Austausch mit anderen Alumni dazu für uns interessant.

8. Ziele für das aktuelle Jahr (2020):
Unser Ziel für dieses Jahr ist es, unsere Prozesse und Marketing-Aktivitäten zu professionalisieren. Dabei ist uns aber vor allem wichtig, unsere Kundinnen glücklich zu machen.

Die Fragen wurden von HSG-Alumnus Christian beantwortet.