Jivana Vitality

Facts & Figures

Name des Unternehmens: Jivana Vitality

Gründungsjahr: 2014

Gründer: Pascal Riboni, Yves Suter, Patrick Schlatter

Bezug zur HSG: Alle Gründer haben einen B.A. BWL HSG und sind aktuell im MAccFin an der HSG immatrikuliert.

Branche: Lebensmittel

Anzahl Mitarbeiter: 20

Website: http://www.jivana-vitality.com/

1. Die Geschäftsidee:
Die Wasserproblematik in Indien ist gewaltig. Dürren suchen sonst schon trockene Bundesstaaten heim. Doch auch in der Monsunzeit, wo eigentlich genügend Wasser verfügbar sein sollte, gibt es weitreichende Probleme. Über 70 Prozent der indischen Bevölkerung verdient weniger als zwei US-Dollar pro Tag. Um ihren täglichen Wasserbedarf mit Flaschenwasser decken zu können, müssten sie mehr als die Hälfte ihres Einkommens dafür ausgeben. Es bleiben (bis jetzt!) nur qualitativ massiv schlechtere Alternativen zur Auswahl, Bsp. Brunnen- und Leitungswasser.
Jivana Vitality ändert das. Wir filtern Boden-, Regen- oder Seewasser, füllen es in 20 Liter Kanister und liefern es per Kleinlaster zu unseren Kunden. Jivana Vitality zeichnet sich durch drei Werteversprechen aus. Quality. Wir liefern Trinkwasser von sehr hoher Qualität. Reliability. Jivana Vitality liefert täglich, die geforderte Menge. Ohne Unterbruch. Affordability. Pro 20-Liter-Kanister zahlen unsere Kunden 25 Rupees (= 37 Rappen), was trotz Heimlieferung dem Preis einer 1-liter Flasche im indischen Markt entspricht. Unser Kundenkreis reicht von ärmsten Bauern, über Schulen und staatlichen Organisationen bis hin zu Grossbaustellen und Firmen mit mehreren Hundert Mitarbeitern.

2. Das Beste an der Selbstständigkeit:

Einen Traum in die Realität umzusetzen. Etwas zu erschaffen, das Bestand hat und das Leben von Menschen prägt. Für uns war es extrem beeindruckend zu sehen, wie wir den Menschen vor Ort helfen konnten und tagtäglich können. Und zwar in einem nachhaltigen Sinn.

3. Die wertvollste Erfahrung:
Sich in einem uns völlig fremden Kulturkreis durchzubeissen, zählen wir mit Sicherheit zur wertvollsten Erfahrung. Die indische Arbeitsweise war anfangs sehr schwer zu verstehen. Doch mit der Zeit haben wir ein völlig neues Mindset gewonnen, wie wir Probleme angehen können.

4. Die grösste Herausforderung:

Bei der indischen Bürokratie haben wir öfters auf Granit gebissen, bspw. als wir unsere erste Wasserfilterungsanlage aus der Schweiz nach Indien importieren wollten.

5. Ein Tipp für künftige Gründer:
Glaub an etwas zu 100%, nimm den Mut zusammen und zieh es mit aller Konsequenz durch. Neben dem Glauben an die eigene Sache ist sicher auch das Team entscheidend, wenn es darum geht, die Idee realisieren zu können.

6. Dafür bin ich der HSG dankbar:
Erstens dem Kurs «Doing Business in India», der uns auf die Idee brachte, etwas in Indien bewegen zu wollen und können. Und zweitens das damit zusammenhängende, vielbeschworene Netzwerk der HSG. Prof. Dr. Roger Moser hat uns viele Türen in Indien aufgestossen, die sonst verschlossen gewesen wären.

7. Ziele für das kommende Jahr (2017):
Ab Januar werden wir für mehrere Jahre nach Indien gehen, um weitere Watershops aufzustellen und so tausende Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können.